Mittwoch, Oktober 21, 2026
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Demo war klares Bekenntnis zum Bopparder Krankenhaus

Boppards Ortsvorsteherin Alexa Bach hat­te zu einer Demonstration für den Erhalt des Bopparder Krankenhauses Heilig Geist auf­ge­ru­fen. Daraufhin haben rund 400 Bürger, Mitarbeiter des Krankenhauses und Politiker der Region auf dem Vorgelände deut­lich gemacht, dass sie eine dro­hen­de Schließung ableh­nen und zugleich an eine erfolg­rei­che Zukunft des zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) gehö­ren­den Hauses glauben.

Nachdem die GKM-Hauptgesellschafter (die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz) ulti­ma­tiv mit einer zeit­na­hen Schließung des Bopparder Krankenhauses gedroht hat­ten, soll­te sich der Rhein-Hunsrück-Kreis nicht bereit erklä­ren, auch in den kom­men­den bei­den Jahren einen Großteil der Defizite zu über­neh­men, schien das Aus besie­gelt zu sein. Denn anders als vom GKM kol­por­tiert, ist der Rhein-Hunsrück-Kreis nicht ver­pflich­tet, das Bopparder Krankenhaus zu sichern, da für die not­wen­di­ge Grundversorgung das Simmerner Krankenhaus bereitsteht.

In die­ser fest­ge­fah­re­nen Situation mach­te der rhein­land-pfäl­zi­sche Gesundheitsminister Clemens Hoch den Vorschlag, das Bopparder Krankenhaus zu einer soge­nann­ten Regio-Klinik wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, die für Patienten auch bei Alltagsnotfällen eine Anlaufstelle wäre. (der RHA berich­te­te dar­über aus­führ­lich). Das Finanzierungskonzept dafür soll so aus­se­hen: Kommt es zu die­ser Fortentwicklung zu einer Regio-Klinik, ver­zich­tet das Land auf eine bei Schließung fäl­li­ge Rückforderung an das GKM von bis zu fünf Millionen Euro. Außerdem wür­de das Land dem Krankenhaus Boppard 2,5 Millionen Euro für Investitionen zur Umstrukturierung in eine Regio-Klinik zur Verfügung stel­len. Im Gegenzug soll der Rhein-Hunsrück-Kreis mit rund einer Million Euro für 2026 und 2027 an Anlaufverlusten betei­li­gen. Was dar­über hin­aus gehen wür­de, müss­te das GKM als Träger übernehmen.

Jetzt glü­hen die Köpfe in Gremien der Fraktionen in Kreis und Stadt Boppard. Gut mög­lich, dass nach der Kreistagssitzung am kom­men­den Montag (8. Dezember) und des Stadtrates Boppard am 15. Dezember Mittel bewil­ligt wer­den, mit denen der Vorschlag des Ministers umge­setzt wer­den kann. Wenn alle mit­zie­hen – Kreis, Stadt, Stiftung und viel­leicht auch der Förderverein – könn­te das Aus des Krankenhaus in Boppard ver­hin­dert wer­den. Die Demonstranten in Boppard mach­ten deut­lich, dass sie dar­auf hof­fen. [za]

Wer für das Bopparder Krankenhaus spen­den möchte:
Förderkreis Hospital zum Hl. Geist e.V. Boppard, IBAN: DE 18 5605 1790 0001 1011 04.

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